Workshops

Workshop: Erzählung
„Wie kann das Unerzählbare erzählbar werden“
Freitag, 08.05.2020, Zeitraum: 16:00-17:30 Uhr

Bilder von Krieg, Flucht und Vertreibung erreichen uns alltäglich durch unterschiedliche Medien. Doch welcher Bilder bedarf es, um über das Faktische hinaus Lebenswirklichkeiten nachvollziehbar zu machen, die sich unserer Alltagserfahrung entziehen? Ist eine andere Art der Erzählung möglich und welche Mittlerposition können Filmschaffenden bei der Auseinandersetzung mit Geschehnissen einnehmen, für die die Worte fehlen? Monika Borgmann und Lokman Slim zeichnen in ihrem Film „Tadmor“ (2016, 103 Min.) zusammen mit ehemaligen Inhaftierten, die während des Bürgerkriegs im Libanon in den 1980er Jahren in das syrische Foltergefängnis verschleppt worden waren,  die verstörende Innenansicht des syrischen Foltergefängnisses nach. Anhand von Filmausschnitten und im Gespräch mit Monika Borgmann (angefragt) wird es um die Frage nach der Darstellung des Unsagbaren gehen, um die Verantwortung gegenüber den Protagonisten bei der Auseinandersetzung mit traumatischen Ereignissen und die Bedeutung des Blicks in die Vergangenheit für die Verortung in unserem Heute.

Workshop: Influencer
„Neue Player in der Eine-Welt-Berichterstattung“
Freitag, 08.05.2020, Zeitraum 16:00-17:30Uhr, Seminarraum

Junge Menschen besuchen Slums in einem afrikanischen Land und erreichen über ihre Prominenz als Influencer auf youtube 100.000e. Sie werben um Spenden für große Hilfswerke und setzen ihre Popularität bei ihren followern dafür ein, auf Armut und Ungerechtigkeit in Ländern des Globalen Südens hinzuweisen. Im Gespräch Daniel Debray (angefragt), beim Deutschen Komitee für UNICEF verantwortlich für die Zusammenarbeit mit Influencern, und mit Vertretern von Misereor und Adveniat wird der Frage nachgegangen, wie sich durch diese neuen Zugänge die Wahrnehmung vor allem bei Jugendlichen gegenüber Themen des Globalen Südens verändert und welche Folgen daraus für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit entstehen.