Algo-Rhythm

Senegal 2018, 14 Min.

„Algo-Rhythm“ entstand aus der Koopertaion der österreichischen Künstlerin Manu Luksch mit senegalesischen Rappern. Darin wird das westafrikanische Land zu einem Modellfall für künftige Auseinandersetzungen um politische Repräsentation und Willensbildung. Zwei Kandidatinnen um das Präsidentenamt stehen einem Mr. X von Data Analytica gegenüber, der Werbung für seine Methoden macht. Der Diskurs hat die Form eines Raps oder einer Rap Battle. Manu Luksch lässt eine politische Landschaft entstehen, zu der auch traditionelle Figuren (eine Griot-Frau) und das Volk gehören. Die Form des Austauschs ist gerhymte, von digital-synkopierten Beats vorangetriebene Sprache. Im Bildhintergrund wird dabei die ganze Zeit anschaulich, wovon die Rede ist: Mr. X, der Aladin der Datenanalyse, lässt die Wirklichkeit in Datenpunkte zerfallen. Manu Luksch spielt mit Luftaufnahmen und anderen Umgebungsbildern die Datenmanöver durch, die auf einer anderen Ebene auch mit den Netzwerken (mit der „Droge der Nation“) ablaufen: photogrammetrische und andere informationslogische Bildgenerierungsverfahren lösen die alte (politische) Welt der analogen Repräsentation durch Stimmabgabe und staatskörperliche Vertretung in eine Wolke der Auslesung auf. (Bert Rebhand, zitiert nach Sixpack-Film; Weltvertrieb)

Regie: Manu Luksch

Fernsehsender/Produktion: Manu Luksch

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