Depot Asmara

Deutschland 2020, 25 Min.

Eritrea, ein kleines Land am Horn von Afrika, ist in Europa weitgehend unbekannt. Die ehemalige italienische Kolonie hat einen dreißig Jahre dauernden Befreiungskrieg hinter sich, der Spuren hinterlassen hat – bei den Menschen und in der Landschaft. 1993 konnte Eritrea endlich die Unabhängigkeit von Äthiopien erringen. Ein bejubelter Neuanfang. Die wichtigste Errungenschaft der Kolonialzeit existiert jedoch wieder: die Dampfeisenbahn, die schon vor hundert Jahren die Hauptstadt Asmara im Hochland mit der Hafenstadt Massawa am Roten Meer verband.

Heute ist es still im Eisenbahndepot von Asmara. Der Wind fegt durch die Ritzen des maroden Depots und lässt alte Spinnweben an der immer gleichen Stelle hin und her wehen. Ab und zu läuft ein Bahnarbeiter über die Schienen. Es herrscht Stillstand im Depot von Asmara. In dieser Lethargie lernen wir den Mikrokosmos von Hinza, dem jungen Lokführer, und Feshatsion, dem alten Chefmechaniker der einst blühenden Eisenbahn von Eritrea kennen. Nach und nach verdichtet sich ein poetisches Bild des Widerspruchs im heutigen Eritrea – ein Bild der Leidenschaft für die alte Dampfeisenbahn und des sturen Aufrechterhaltens der alten Technik, als Zeichen des stolzen Eritreas, aber auch das Bild einer tiefen Freundschaft.

Regie: Beatrice Möller

Buch: Beatrice Möller

Kamera: Rasmus Sievers

Ton: Manja Ebert

Schnitt: Karoline Schulz

Fernsehsender/Produktion: -

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