Ebola – Das Virus überleben

Deutschland 2015, 52 Min.

Der Film dokumentiert die tiefgreifenden gesellschaftlichen Folgen des Ebola-Ausbruchs in Liberia. Wie erleben Menschen eine Epidemie, die monatelang völlig außer Kontrolle war, das Gesundheitssystem des Landes zerstört und in den Städten und Dörfern Angst und Misstrauen sät? Erzählt wird unter anderem die Geschichte von Stanley Juah, einem Familienvater, der Ebola in sein Dorf brachte und nun für den Tod von 14 Menschen verantwortlich gemacht wird. Stanleys letzte Hoffnung liegt auf einem Pastor, der versucht, für ihn Vergebung bei der Dorfgemeinschaft zu erbitten. Die Ambulanzkrankenschwester Mabel Musa beobachtet voller Sorge, wie ihr Land an der Epidemie zu zerbrechen droht. Aber sie erkennt auch, wie die Epidemie überwunden werden und die Gesellschaft wieder Vertrauen fassen kann. In der Krise sind es zuallererst die Einheimischen, die die wichtige Arbeit im ländlichen, schwerzugänglichen Liberia leisten. Der Film zeigt liberianische Krankenschwestern, die monatelang in Doppelschichten arbeiten, Menschen, die alles verloren haben und dennoch bereit sind, zu vergeben. Studierende, die freiwillig im Kampf gegen die Seuche mithelfen. So werden nicht nur die Mechanismen beschrieben, die für einen schnellen Sieg gegen Ebola nötig sind, sondern auch, was die Epidemie den Menschen abverlangt. Kein Kampf gegen eine Seuche ist denkbar, ohne die, die sie bekämpfen.

Regie: Carl Gierstorfer

Buch: Carl Gierstorfer

Kamera: Carl Gierstorfer

Ton: Laura Salm-Reifferscheidt

Musik: Olafur Arnals

Schnitt: Marcel Ozan Riedel

Fernsehsender/Produktion: SWR Arte, Red. Bernd Seidl, DOCDAYS Productions GmbH

Kontakt: DOCDAYS Productions GmbH, Choriner Str. 42, 10435 Berlin, Tel. 030-4737793-13
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