Samuel und die Aufbausteuer

Deutschland 2016, 4 Min.

Sie können fliehen, aber ihrer Regierung können sie nicht entkommen. Flüchtlinge aus Eritrea wie Samuel (27) müssen eine Einkommensteuer von zwei Prozent an den eritreischen Staat abführen. Wer die Zahlung der sogenannten Aufbausteuer verweigert, kann keine Dienste der eritreischen Behörden in Anspruch nehmen. Uni-Absolvent Samuel kommt so nicht an sein Bachelor-Zeugnis, doch er lehnt die Zahlung weiter ab. „Ich will die Diktatur nicht unterstützen“, sagt er. Das eritreische Konsulat in Frankfurt kann die Einstellung von Menschen wie Samuel nicht begreifen. Für das Konsulat ist die Steuer eine „symbolische Bürde“ der Emigranten an das eritreische Volk; die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dagegen sieht darin nicht weniger als ein weiteres Instrumentarium zur Unterdrückung.

Regie: Gordon Wüllner

Buch: Gordon Wüllner

Kamera: Anne Damiani, Marvin Hoffmann; Giulia Marchese, Gordon Wüllner

Schnitt: Gordon Wüllner

Fernsehsender/Produktion: Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus

Kontakt: Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus, Otto-Hahn-Str. 2, 44227 Dortmund,
Tel. 0231-755-4152, e-mail: susanne-fengler@tu-dortmund.de