Transit Havanna

Deutschland, Niederlande 2016, 88 Min.

Einmal im Jahr kommen zwei Ärzte aus Holland und Belgien nach Havanna und führen dort auf Initiative von Fidel Castros Nichte kostenlos geschlechtsangleichende Operationen durch. Mariela Castro organisiert dies im Sinne der sozialistischen Revolution. Ihr Motto: „Nein zur Homophobie, ja zum Sozialismus!” Der Film geht der Frage nach, wie es Menschen geht, die an Wendepunkten ihres Lebens stehen. So wie die Protagonisten Malú, Odette und Juani, die für ein Leben im richtigen Körper kämpfen. Malú ist Aktivistin und Wortführerin in der Transgender-Community und wartet schon seit Jahren auf ihre Chance zur OP. Odette sagt von sich, sie sei der beste Panzerfahrer Kubas gewesen. Streng religiös lebt sie in ständigem Zwist mit ihrer Mutter und Großmutter und verdingt sich als Ziegenhirtin. Juani sagt, er sei der erste transsexuelle Kubaner und erzählt, dass es wegen des Embargos jahrelang kein Testosteron für seine Behandlung gab. Der Film taucht in die kubanische Gesellschaft ein und zeigt Kuba aus dem Blickwinkel der LGBT-Community 50 Jahre nach der Revolution. Und dann kommt auch noch der historische Moment der Öffnung Kubas dazu.

Regie: Daniel Abma

Buch: Alex Bakker

Kamera: Johannes Praus

Ton: Alexandra Praet

Musik: Alex Simu

Schnitt: Jana Simu

Fernsehsender/Produktion: Kloos & Co.Medien, Witfilm

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